Intermolekular


Die Zeiten, in denen wir uns wortlos verstanden, in denen die Schwerkraft von Gedanken aufgehoben war, alles außer uns zu Boden fiel, wir rücksichtslos aus unseren Quellen getrunken haben, waren wild und intermolekular. Wir waren eins, am anderen Ende der Zeit, wo wir unseren Seelen durch die Gegenwart gefolgt sind und unter freiem Himmel nach Hause blickten.

Du hast gesagt, dass man sich nur fest genug an den Händen halten muss damit es beim Anfang bleibt.

Wie ich hier an unserem Grab stehe und meine Blicke nach unten fassen, den Raum zwischen uns ertasten, das Reziproke unserer Träume verstehen, lasse ich sie los – all die Erinnerungen und Träume, die ohne deinen Herzschlag nur fossil verblassen würden. Ich fange zweimal denselben Satz an, meine Tonlage hält unsere Hände fest und ich friere immer wieder ein, weil ich nicht weiß, was ich mit all den Worten machen soll.

Vielleicht haben wir irgendwann noch mal die Möglichkeit mit der Wahrheit zu spielen. Irgendwo, wo wir nicht eins sein müssen um wieder glücklich zu sein. Einen Ort, an den wir glauben und an dem wir nicht vorsichtig sein müssen, mit uns.

„Ich habe losgelassen. Alles, was ich jetzt gerade fühle, ist, wie unsere Hände auseinandergleiten. Mein Kopf füllt sich mit Beat und den Dingen, die dir folgen müssen. Weil sie mir alleine nicht gehören können.“

Hier ist der Anfang und ich gehe fort.

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